"Restschuldbefreiung - aber wie?"

Ziel des Verbraucherinsolvenzverfahrens ist die Restschuldbefreiung - ein schuldenfreier Neuanfang.

In den sechs Jahren ab Eröffnung des Insolvenzverfahrens muss der Schuldner eine angemessene Erwerbstätigkeit ausüben oder sich in zumutbarem Umfang um eine Arbeitsstelle bewerben. Außerdem muß er dem Insolvenzgericht und dem Treuhänder wichtige Veränderungen der persönlichen Verhältnisse mitteilen (z.B. Heirat, Umzug, neuer Arbeitgeber).

Der pfändbare Teil des Einkommens geht an den Treuhänder, der davon zunächst die Verfahrenskosten bezahlt und den Rest unter den Gläubigern verteilt.

Seit dem 01.07.2014 gibt es die Möglichkeit, bereits nach 5 oder sogar nach 3 Jahren vorzeitig die Restschuldbefreiung zu erlangen. Hierfür müssen die Verfahrenskosten (5 Jahre) und zusätzlich 35% der angemeldeten und anerkannten Forderungen befriedigt worden sein (3 Jahre).

Wenn der Schuldner alle Regeln befolgt hat wird ihm n
ach Ablauf des Gesamtverfahrens die Restschuldbefreiung erteilt.


Ausnahmen:
Es gibt einige Verbindlichkeiten, die nicht von Restschuldbefreiung umfasst sind:

  • Schulden aus vorsätzlichen unerlaubten Handlungen (z.B. Betrug)
  • Geldstrafen und Geldbußen
  • Zwangs- und Ordnungsgelder
  • Zinslose Darlehen für die Kosten des Insolvenzverfahrens
 
Rechtsanwalt Meinrad Hirt

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