"Und wie soll ich das bezahlen?"

Für die außergerichtliche Schuldenbereinigung besteht die Möglichkeit, Beratungshilfe beim Amtsgericht zu beantragen. Sollten Sie keinen Anspruch auf Beratungshilfe haben (z.B. weil das Einkommen zu hoch ist), können Sie Ihren Rechtsanwalt nach den Kosten fragen. Auch hier gilt, für den ersten Besprechungstermin fallen maximal Kosten von € 40,00 an.

Wenn
von den Gläubigern eine Schuldenregulierung ohne Insolvenzverfahren akzeptiert wird, wird ein Treuhänder eingesetzt, der das Verfahren führt. Dessen Kosten belaufen sich auf ca. € 120,00 jährlich. Diese werden in der Regel den vereinbarten Vergleichsbeträgen entnommen, so dass für Sie keine weiteren Kosten anfallen.

Wenn eine solche Schuldenregulierung von den Gläubigern abgelehnt wird (z.B. weil Sie keine monatlichen Beträge anbieten können), kann das Insolvenzverfahren beantragt werden. Im Insolvenzverfahren fallen Kosten für den Treuhänder / Insolvenzverwalter und das Gericht an. Zusammen mit dem Insolvenzantrag kann hierfür die Stundung der Verfahrenskosten beantragt werden. Die Staatskasse übernimmt dann zunächst die Kosten des Verfahrens. Nach Verfahrensabschluss, d.h. nach sechs Jahren, kann beantragt werden, die Kosten weiter zu stunden. 

Sofern im Insolvenz- oder Restschuldbefreiungsverfahren Vermögen verwertet oder pfändbares Einkommen eingenommen wird, werden davon die Verfahrenskosten bezahlt. Erst dann erfolgen Auszahlungen an die Gläubiger.


Damit steht auch Schuldnern ohne Einkommen und Vermögen der Weg in das Insolvenzverfahren mit Restschuldbefreiung offen.

 
Rechtsanwalt Meinrad Hirt

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